Florian Keller zählt weltweit zu den Top 7 der Rare Groove DJs, neben Keb Darge (BBE), DJ Shadow, Egon und PeanutButterWolf von Stone Throw, sowie DJ Muro aus Japan. Nicht zuletzt weil er in allen Belangen über jahrelange Erfahrung verfügt: er sammelt seit Mitte der 80er, handelt mit raren Singles, aber vor allem kann er diese bunte Musik mixen. Das hat er sich jahrelang nicht nur bei der legendären Münchner Clubnacht und Radioshow `Into Somethin` angeeignet, damit ist er auch schon um die Welt gekommen. Dies ist übrigens nicht seine erste Zusammenstellung erprobter Highlights, Ende 2002 erschien V.A. „Creative Musicians" auf Perfect Toy. Ferner hat Florian die Compost Beilage CD zu dem Buch „The Art Of Rebellion" (CPT 156) gemixt.
Auf „Party-Keller - Vol. 1" gelingt es Florian Keller, DJ seit 1988, mühelos, einige der großen Stile in der Musikgeschichte zu verbinden. Ein Mix aus Funk, Soul, Hip Hop, Reggae und Rare Groove. Und ebenso wie beim Konzept der Münchner Party-Keller Clubnacht, wurden die Tunes auf dieser Compilation nicht nach ihrem Seltenheitswert ausgesucht (obwohl einige dies durchaus sind...), sondern ausgehend davon, was durch sie in den Herzen und Beinen aufgeschlossener Personen bewegt wird.
Florian Keller hatte sein Augenmerk immer auf der Zeit des kreativen Funk - ignorierte aber nie all die Einflüsse, die für qualitativ hochwertige Musik von Bedeutung sind. Alle Wurzeln für verschiedene Arten von Club Music entstanden zweifellos in den späten 60ern bis hin in die frühen 80er Jahre. Die Drumpatterns, die Basslines, die Entwicklung und die steigende Verwendung elektronischer Instrumente, das ist es wozu wir tanzen und sicherlich noch lange tanzen werden. Kein House (und Techno) ohne Boogie und Elektro. Kein Hip Hop oder Drum & Bass ohne Funk und Reggae, kein 80er Elektroclash ohne - wie könnte es anders sein - 80er Elektro und sicherlich keine intelligente Musik ohne die improvisatorische Ader des Jazz. So einfach ist es. Originalität ist das, was zählt für soliden Sound und es besteht kein Zweifel, daß die Dinge immer durch mehr Spirit angetrieben sind, wenn sie zum ersten Mal in Erscheinung treten.